Grußwort zum 1. Münchner care+work Dialog

von Landrat Christoph Göbel

Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

die Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf, die Mehrfachbelastungen der pflegenden Angehörigen und die Auswirkungen auf unser Arbeitsleben beschäftigen uns im Landkreis bei der Gestaltung von bedarfsgerechten Angeboten, bei der Beratung von Unternehmen aber auch ganz unmittelbar als Arbeitgeber.

Es ist ein wichtiger Baustein der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen, die Kompatibilität von Familie/Pflege und Beruf sicherzustellen. Diese Verantwortung ergibt sich einerseits aus dem konkreten Bedarf an Lösungen für eine steigende Anzahl pflegebedürftiger Angehöriger in Verbindung mit dem heute bereits in vielen Branchen vorherrschenden Fachkräftemangel.

Damit aus dem kräftezehrenden „Nebenjob“ der Unterstützung und Pflege der Angehörigen keine chronische Überlastung wird, sind Arbeitgeber und Politik gemeinsam gefordert, für gute Rahmenbedingungen zu sorgen.

Arbeitgeber, die sich dieser Herausforderung stellen und ihre Mitarbeitenden in dieser Phase, die sowohl zeitlich als auch körperlich und psychisch viel abverlangt, unterstützen, leisten neben der konkreten Entlastung einen aktiven Beitrag zur Fachkräftesicherung. Sie fördern die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen und tragen letztlich auch zur Produktivität und somit zur Standortattraktivität und Prosperität der ganzen Region bei. Denn wenn die Vereinbarkeit nicht gelingt, werden die Folgen und Probleme für alle Seiten schnell existenziell.

Ich begrüße daher den 1. Münchner care & work Dialog, der Unternehmen eine Plattform zum Austausch über Herausforderungen und Bedarfe bietet und gleichzeitig auch aufzeigen will, dass es ganz individuell unterschiedliche Antworten und Lösungsansätze geben kann.

Der Landkreis München beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Thema der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen. Ich lade Sie herzlich ein, sich im Rahmen unserer CSR-Initiative (Corporate Social Responsibility) über konkrete Ansätze zu informieren und mit uns in den Diskurs zu treten.

Der Veranstaltung wünsche ich viel Erfolg.

Christoph Göbel
Landrat